2018 Wittenberg

Liebe Verwandte!
Unser diesjähriger Familientag findet in der Lutherstadt Wittenberg statt. In Anlehnung an die Feierlichkeiten zur Reformation vor 500 Jahren werden wir an diesem historischen Ort einen bedeutenden Abschnitt deutscher Geschichte erleben können.
Die ehemals kurfürstliche Schlosskirche, die Stadtkirche mit dem kunstgeschichtlich bemerkenswerten Reformationsaltar von Lukas Cranach d. Ä., sowie das Luther- und das
Melanchthonhaus gehören seit 1996 zum Weltkulturerbeder UNESCO.
Die 95 Thesen Luthers auf der Thesentür der Schlosskirche und das Wohnhaus Luthers sind nur zwei Beispiele, die die Zeit in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts für uns lebendig werden lässt. In Wittenberg, und auch an den Standbildern von Luther und Melanchthon vor dem Renaissance-Rathaus, werden wir an die Reformation auf Schritt und Tritt erinnert.

Neben Martin Luther und dem „Luthermaler“ Lukas Cranach d. Ä. beherbergte  Wittenberg noch andere große und treue Weggefährten Luthers. Unter diesen ist besonders Philipp Melanchthon, der große Gelehrte, auch als „Lehrer Deutschlands“ bezeichnet, zu nennen. Mit der Confessio Augustana schuf er die erste systematische Darstellung der protestantischen Glaubenslehre.

Im Zuge der Reformation änderte sich auch die Stellung der Frau in der Gesellschaft, eine Entwicklung, die mit Eintritt der Gegenreformation wieder unterdrückt wurde. Erst
vor genau hundert Jahren erhielt die Gleichberechtigung durch die Einführung des Wahlrechts für Frauen wieder neue Impulse.

Einen ganz besonderen Einblick in die Zeit vor 500 Jahren wird uns Mechthild Hofmann (II a 2-3-3) in ihrem Vortrag aufzeigen: „Die Rolle der Frauen in der Reformation am Bei-
spiel der Felicitas von Selmenitz aus Halle“.

Zum Abschluss des geschichtsträchtigen Familientages treffen wir uns am Sonntag in einer Gesprächsrunde mit Pfarrer Dr. Friedrich Schorlemmer nach seiner Predigt in
der Stadtkirche.
Auf dem Kirchentag der evangelischen Kirche im Jahr 1983 in Wittenberg geschah unter Dr. Schorlemmers Verantwortung die symbolische Umschmiedung eines Schwertes zu einer Pflugschar. Es war gleichzeitig die Gründung der Friedensbewegung in der DDR, die sich für atomare und konventionelle Abrüstung in Ost und West einsetzte.