Nachrichtenblatt Dezember 2000
Liebe Verwandte!
Vor sechs Wochen trafen sich 105 Familienmitglieder über zweieinhalb Tage in der modern gestalteten, sehr schönen Begegnungsstätte des Bistums Trier dem Robert-Schuman-Haus zu unserem Familientag 2000. Alle Fremdheit der Teilnehmer war rasch überwunden, da wir die gesamte Tagungsstätte mit Aula, Kapelle, Eßsaal, Café, Spielraum und die Andreasklause für den gemütlichen Teil zur Verfügung hatten.
Ein Höhepunkt der Tagung war der Vortrag von Dr.Roland Langen des "Übersee-Europäers" aus Miami zum Thema "Europa und wir" und die daran anschließende Diskussionsrunde mit dem Plenum unter der guten Leitung von Gerhard Weck (III g 10-3). Vom Podium aus diskutierten:
der em. Pfarrer Ernst Peter Langen (III g 2-4),
die Unternehmensberaterin Renate Nicolai, seit Sep.2000 Renate Vlasman (VIII l 1-3),
der Ingenieur Wolfgang Roßberg (VIII o 1-3-1)
und der Jurist Dr.Roland Langen (VIII l 1-2).
Einige Stichworte sollen die Teilnehmer an die Diskussion erinnern :
- Kulturverlust durch Einheitssprache - notwendiger Gegentrend durch Bürgerfeste mit regionalen Sitten und Bräuchen
- Christlicher Glaube aus eigener Überzeugung ohne starre Grenzen und Vorschriften - z.B. auch Wegfall in den Eidesformeln "so wahr mir Gott helfe"
- Benachteiligung von Frauen in den Berufen - Schwierigkeiten und Meisterung der Aufgaben Mutter, Haushalt und Beruf
- Akademische Ausbildung in Deutschland zu lang - viele Leistungsjahre werden auf den Universitäten verbracht -
- Sprachausbildung mit zu geringer Praxis - Studien- und Berufsaufenthalte im Ausland.
Alle Beiträge, nicht nur die hier noch einmal genannten, waren geprägt durch höchste Sachlichkeit und gaben Anlass zu Aussprachen über diese Diskussionsstunde hinaus. Die schriftliche Fassung des Vortrages von Roland ist hier nachzulesen. Es wird im Vorstand und Familienrat überlegt werden, welche Themen und in welcher Form auf dem nächsten Familientag behandelt werden sollen.
Ein weiterer Höhepunkt war die Besichtigung des Weingutes Rueff-Röchling mit einer Wanderung in die Weinberge bei Enkirch. Die interessante Führung des Winzers Hans Theo Schenk - Partner von Hubertus Langen - mit einer Rast im Weinberg bei Zwiebelkuchen und Federweißem ist eine schöne Erinnerung. Das reichliche Abendessen und die Weinprobe im Gut ist in der Berichterstattung nicht zu vergessen. - Wir danken von dieser Stelle aus nochmals Sabine und Hubertus mit Herrn Schenk einschließlich ihres gesamten Teams für diesen Nachmittag und Abend.
Der unglückliche Sturz von Günther Langen an der Tür zur Tenne blieb ohne Nachwirkung, und wir freuen uns mit Traudl und Günther, daß sie ihre goldene Hochzeit am 11.November in Mönchen-Gladbach fröhlich feiern konnten.
In dem Gottesdienst am Sonntagmorgen ging Ernst Peter Langen auf unser Familientagsthema ein. In der Beilage zu diesem Nachrichtenblatt ist die Ansprache abgedruckt. Zu erwähnen ist, daß die Sammlung auf Anregung von Jan Langen einen Betrag von 1.720,00 DM für die Kindernothilfe für "vergessene Kinder im Bürgerkrieg von Ruanda" ergeben hat. Die Kindernothilfe dankte den Teilnehmern des Familientages in einem besonderen Brief vom 23.Oktober 2000.
Ein sehr schöner Abschluß des Familientages war die Führung zu den Baudenkmälern von Trier mit ihrer 2000-jährigen Geschichte. Frau Heckmann und ihre Schwester haben in einzigartigen Erläuterungen uns zwei Stunden lang begeistert. Trier wird für viele Teilnehmer den Wunsch für eine weitere Reise zum intensiveren Besuch einzelner Bauten hervorgerufen haben und dann eigentlich wieder unter der Führung von Frau Heckmann! Dieser kurze Bericht soll den Teilnehmern eine Erinnerung sein und bei den Nichtteilnehmern ihr Interesse am nächsten Familientag wecken.
Mitgliederversammlung am 20.Oktober 2000 - Dank an Arnold Langen
Auf der Mitgliederversammlung war diesmal der Vorstand neu zu wählen. Arnold Langen hatte den Wunsch, den Vorstandsvorsitz niederzulegen. 1964 wurde er als Schatzmeister in den Vorstand gewählt. 1970 übernahm er den Vorstandsvorsitz und hat somit 30 Jahre den Familienverband geführt. Ohne Arnold können wir uns den Verband und dessen Vorstand nicht vorstellen. Deshalb hatten wir uns überlegt, wie wir ihn noch etwas halten könnten. Wir baten darum Arnold, Ehrenmitglied des Vorstandes zu werden. Das heißt, er wird zu allen Sitzungen des Vorstandes und Familienrates eingeladen. Wir werden uns immer über seine Teilnahme und Ratschläge freuen. Als Ausdruck unseres Dankes für die 36 Jahre Arbeit im Vorstand konnten wir ihm ein Bild mit dem Foto des alten evangelischen Schulhauses in Bergisch Gladbach überreichen. An dieser Schule hat von 1776- 1780 sein Ur-Urgroßvater Johann Jakob Langen der Ältere den Lehrerberuf erlernt. An dieser Stelle sagen wir Arnold noch einmal ganz herzlichen Dank für seine erfolgreiche Arbeit für den Verband mit den vielen schönen Familientagen und der Herausgabe von mehr als zehn interessanten Jahresgaben - Bücher und Stammtafeln unserer Familie.
Der neu gewählte Vorstand ist auf der Kopfseite dieses Nachrichtenblattes genannt.
Die Mitgliederzahl mit 232 Personen (Stand Oktober 2000) bei ca. 1850 lebenden Nachkommen führte zu einer regen Diskussion. Im Nachrichtenblatt vom August 1964 wurde der damalige Stand von 152 Mitgliedern mit einer Staffelung nach dem Lebensalter angegeben. Im Vergleich dazu nennen wir nachfolgend den heutigen Stand :
| Lebensalter | bis 30 | 31-50 | 51-70 | 71-80 | über 81 Jahre |
| Mitgliederzahl 1964 | 12 | 50 | 57 | 27 | 6 |
| Mitgliederzahl 2000 | 16 | 53 | 101 | 39 | 23 |
Eure
Hermann Langen Benita Langen
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